Duchenne Smile
Kurz erklärt: Ein Duchenne Smile ist ein echtes Lächeln, bei dem nicht nur der Mund, sondern auch die Muskeln rund um die Augen mitmachen.

Ausführliche Erklärung
Der Begriff kommt aus der Forschung zu facial expressions und wird oft genutzt, um Lächeln zu beschreiben, die mit echter positiver Emotion verbunden sind. Einfach gesagt: Der Mund lächelt und die Augen „lächeln“ mit. In Kommunikation und im B2B ist das relevant, weil Duchenne Smiles häufig mit Wärme, Vertrauen und Authentizität verbunden werden. Das kann First Impressions in Sales Calls, Interviews, Keynotes und Video-Content beeinflussen. Gleichzeitig solltest du Micro-Signals nicht überinterpretieren: Licht, Kamera, kulturelle Normen und individuelle Unterschiede verändern, wie ein Lächeln wirkt.
So funktioniert es:
- Mundbewegung: Die Mundwinkel heben sich (oft als Aktivierung des zygomatic major beschrieben).
- Augenbereich: Die Muskeln rund um die Augen ziehen sich zusammen, es entstehen leichte Krähenfüße und angehobene Wangen (oft als Aktivierung des orbicularis oculi beschrieben).
- Wahrgenommene Echtheit: Beobachter bewerten diese Lächeln oft als ehrlicher als ein reines Mund-Lächeln.
- Kontext zählt: Stress, Müdigkeit, Kamerawinkel und soziale Normen können die Augen-Cues dämpfen oder verstärken.
- Praxis-Tipp: In Customer-Facing-Rollen entsteht ein natürlicheres Lächeln meist durch echte Aufmerksamkeit und ein entspanntes Gesicht, statt durch das Nachmachen einer Mimik.
Beispiel aus der Praxis
In einem ersten Discovery Call hört ein Seller aufmerksam zu, reagiert auf eine Success Story des Kunden und lächelt natürlich. Der Kunde sieht eine warme Mimik in Mund und Augen und empfindet das Gespräch als menschlicher. Im Gegensatz dazu kann ein erzwungenes, geskriptetes Lächeln während eines Pitches seltsam wirken und Vertrauen senken – selbst wenn die Worte stimmen.
