Intent Data
Kurze Erklärung: Intent Data sind Signaldaten, die zeigen, wonach ein Unternehmen gerade sucht oder was es bald kaufen will.

Ausführliche Erklärung
Intent Data helfen B2B-Teams, Nachfrage früher zu erkennen als über klassische Inbound-Leads. Die Daten können aus deinen eigenen Kanälen kommen (First-Party Intent), zum Beispiel Seitenaufrufe, Webinar-Anmeldungen oder Besuche der Preisseite. Sie können auch aus externen Quellen stammen (Third-Party Intent), zum Beispiel aus Publisher-Netzwerken oder von Review-Plattformen. Der Kernnutzen ist Timing: Du fokussierst deine Ansprache auf Accounts mit aktivem Interesse, nicht auf eine starre Liste.
So funktioniert es:
- Signale sammeln: Tracke Aktionen wie Content-Konsum, Suchanfragen auf deiner Website, Event-Teilnahmen und wiederholte Besuche.
- Scoren und clustern: Ordne Signale Themen zu und bewerte Accounts nach Stärke und Aktualität.
- Mit ICP abgleichen: Filtere nach Firmendaten und Buying-Rollen, damit du nicht die falschen Accounts jagst.
- Aktivieren: Starte Ads, Sales-Tasks und E-Mail-Sequenzen, die zum Thema passen, für das der Account Interesse zeigt.
- Messen: Vergleiche Win Rate, Sales Cycle und Pipeline je Intent-Stufe.
Beispiel aus der Praxis
Ein SaaS-Unternehmen sieht einen starken Anstieg bei Besuchen seiner Seiten „SOC 2“ und „Data Processing Agreement“ von drei mittelgroßen Banken. Gleichzeitig markiert ein Third-Party-Anbieter diese Banken als Leser von Artikeln zu „Vendor Risk“ und „Security Audits“. Das Sales-Team priorisiert diese Accounts, schickt eine kurze Nachricht zu Security-Anforderungen und lädt zu einem Compliance-Webinar ein. Zwei der drei Accounts starten innerhalb von vier Wochen einen Kaufprozess.
