Rule of 40

Kurz erklärt: Die Rule of 40 ist ein Benchmark. Er sagt: Wachstumsrate plus Profit-Marge sollten zusammen 40% oder mehr ergeben.

Rule of 40

Ausführliche Erklärung

Die Rule of 40 wird vor allem bei SaaS- und Recurring-Revenue-Companies genutzt. Sie balanciert zwei Ziele, die sich oft beißen: schnell wachsen und profitabel bleiben. Ein Unternehmen kann die Regel erfüllen, indem es sehr schnell wächst bei niedriger Marge, oder langsamer wächst bei starker Marge. Wichtig ist, dass du eine konsistente Definition für die Profit-Marge verwendest (z.B. EBITDA-Marge, Operating Margin oder Free-Cash-Flow-Marge) und nur ähnliche Companies und Stages vergleichst. Es ist ein schneller Health Check, kein vollständiges Finanzmodell.

So funktioniert es:

  • Wähle die Growth Metric: Nutze einen klaren Zeitraum und eine klare Messung, oft Year-over-Year Revenue Growth oder ARR Growth.
  • Wähle die Margin Metric: Entscheide dich für eine Margin-Definition (EBITDA, Operating oder Free Cash Flow) und bleib dabei.
  • Addiere beides: Rule-of-40-Score = Growth Rate (%) + Margin (%).
  • Interpretiere den Score: 40% oder mehr gilt oft als gesund. Unter 40% kann heißen, dass Wachstum zu teuer ist oder Profitabilität zu niedrig ist.
  • Nutze es für Entscheidungen: Wenn der Score fällt, entscheide, ob du Effizienz verbessern, Pricing anpassen, Churn senken oder Spend verändern musst.

Beispiel aus der Praxis

Ein SaaS-Unternehmen wächst Year over Year um 28% und hat eine EBITDA-Marge von 15%. Der Rule-of-40-Score ist 28 + 15 = 43, also über dem Benchmark. Ein anderes Unternehmen wächst 45%, hat aber -10% Marge. Der Score ist 35. Das kann ein Warnsignal sein: Wachstum verbrennt zu viel Cash, und das Go-to-Market-Modell braucht mehr Effizienz.