Der LinkedIn™ Algorithmus im Oktober 2025: Warum so viele Déjà Vus?
Hey, neuer Algorithmus — warum benimmst du dich so seltsam?
Zwei Wochen. In dieser Ära der KI-Informationsflut fühlt sich das an wie eine Ewigkeit. Und trotzdem: Ich sehe es immer wieder. Ich kommentiere einen Post — und exakt 14 Tage später taucht derselbe Beitrag wieder auf, direkt über oder unter etwas Neuem.
Brauche ich ein Gedächtnis-Backup? Nein. Aber warum zwingt der Algorithmus das Re‑Run?
Lass uns schauen, wie soziale Feeds kuratiert werden, wie sich LinkedIns™ Algorithmus entwickelt hat und warum dein Feed manchmal Inhalte recycelt.
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Wie soziale Medien entscheiden, was du siehst
Was heißt algorithmische Kuratierung?
Plattformen zeigen dir nicht alles chronologisch. Sie verwenden algorithmische Kuratierung — Mechanismen, die wählen, was du siehst und wann — maßgeschneidert auf dich. (Wikipedia)
Ihr Ziel: dich interessiert halten, scrollen, klicken. Je intelligenter der Algorithmus, desto länger bleibst du.
- Mit wem du häufig interagierst
- Welche Inhaltsarten du likest / kommentierst
- Ob ein Beitrag „aktuell“ oder relevant ist
- Ob ein Beitrag als Spam oder „schlecht“ gekennzeichnet wird
Das Muster: filtern → testen → ranken
- Erste Filterung – Spam oder eindeutig schlechte Inhalte aussortieren
- Engagement-Test / Sampling – Inhalte an kleine Gruppe zeigen, Reaktionen messen
- Ranking & Ausweitung – was gut performt, wird verstärkt gezeigt
Warum du Wiederholungen siehst
Wenn dein Feed sich zu drehen scheint, liegt es daran, dass der Algorithmus „Neuheit“ und „Relevanz“ ausbalanciert.
Ein Beitrag mit anhaltender Relevanz (durch Interaktion) kann später wieder auftauchen. Wenn du ihn noch nicht gesehen oder kommentiert hast, versucht das System ihn erneut.
Auch: Wenn gerade wenig neue Inhalte da sind, kann das System starke ältere Posts neu einsetzen.
LinkedIns™ Algorithmus: Entwicklung, Besonderheiten, Wandel
Der Wandel: Chronologisch → Relevanzbasiert
Früher war LinkedIns™ Feed recht linear: du sahst, was deine Verbindungen posten, in chronologischer Reihenfolge. Mit Wachstum und riesiger Datenmenge wurde das unpraktisch.
Also führte LinkedIn™ Empfehlungsalgorithmen ein — nicht mehr nur Zeit, sondern Relevanz entscheidet.
Das Drei‑Stufen‑Modell (Stand 2025)
Analysen wie von Hootsuite gliedern es so:
- Qualitätsfilterung — Der Beitrag wird geprüft: Spam? Niedrige Qualität? Hochwertig?
- Engagement-Test — In der ersten Stunde wird gemessen, wie viele interagieren
- Ranking & Ausweitung — Der Beitrag wird weiter verbreitet, wenn er inhaltlich und thematisch passt
Wichtige Trends & Änderungen
- Kommentare zählen mehr als Likes
- Native Inhalte werden bevorzugt
- Themenautorität wird belohnt
- Längere Lebensdauer von Posts
- Ständige Tests = Volatilität
Wenn dein Feed dir Déjà‑vu serviert — was steckt dahinter?
Mögliche Gründe:
- Der Beitrag hält sich im Engagement über die Zeit
- Du hast kommentiert, aber nicht weiter interagiert
- Der Algorithmus testet eine Wiederaufführung
- Zu wenig frische Inhalte in deinem Netzwerk
Tipps, um Wiederholungen zu vermeiden
- Schnell engagieren: In der ersten Stunde kommentieren
- Diskussion fördern: Offene Fragen stellen
- Keine Engagement-Bettlerei: Kein “Like, wenn…”
- Native Formate bevorzugen: Externe Links in Kommentare
- Fokussiere deine Themen: Algorithmen vertrauen Expertise
- Regelmäßig frischen Content posten
Fazit
LinkedIn™ belohnt Expertise, Diskussion und native Inhalte. Aber das bringt mit sich, dass du manchmal altbekannte Posts wieder siehst.
Wenn dein Feed dir Déjà‑vu serviert — nimm’s nicht persönlich. Es ist Algorithmuslogik. Aber jetzt, wo du das Muster kennst, kannst du gegensteuern und deine Inhalte strategisch platzieren.





